Macht sauer schön? Warum der pH-Wert bei deiner Hautpflege eine große Rolle spielt

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Wir reden so viel über Inhaltsstoffe – über „clean“, „natürlich“, „ohne Gedöns“ – und das ist auch wichtig. Aber es gibt da noch einen stillen Mitspieler in der Welt der Hautpflege, der oft übersehen wird: der pH-Wert. Kaum jemand denkt bei Shampoo, Duschgel oder Gesichtscreme daran – aber genau der entscheidet, ob deine Haut yeah! oder nö! sagt.

Zeit, ihn mal ins Rampenlicht zu holen – ganz ohne Chemieunterricht, versprochen.

Was ist der pH-Wert?

Ganz einfach gesagt: Der pH-Wert zeigt an, wie sauer oder basisch (alkalisch) etwas ist. Die Skala geht von 0 (mega sauer) bis 14 (stark basisch), wobei 7 der neutrale Wert ist. Reines Wasser liegt z. B. bei 7, Zitronensaft bei etwa 2 und Seife bei 9 oder höher.

Jetzt wird’s spannend: Unsere Haut ist von Natur aus leicht sauer, mit einem pH-Wert von etwa 5,5. Das ist nicht einfach Zufall – das ist ihr natürlicher Schutzschild. Vielleicht hast du schon mal vom „Säureschutzmantel“ gehört? Genau darum geht’s.

Warum ist dieser Schutzmantel so wichtig?

Diese leicht saure Hülle hält schädliche Keime in Schach, schützt vor Austrocknung und sorgt dafür, dass sich deine Haut gut regenerieren kann. Wenn du nun aber täglich Produkte benutzt, die nicht zu diesem Wert passen – also zu basisch oder zu sauer sind – gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht.

Warum ist basische Kosmetik nicht gut für die Haut?

Unsere Haut hat von Natur aus einen leicht sauren pH-Wert, so um die 4,5 bis 5,5. Das nennt man den Säureschutzmantel oder auch „Hydrolipidfilm“. Der schützt uns vor:

  • Bakterien und Pilzen
  • Umwelteinflüssen
  • Feuchtigkeitsverlust
  • Entzündungen und Irritationen

Wenn du nun basische Produkte (also mit einem pH-Wert über 7, meist sogar 8–9!) aufträgst, dann wird dieser Schutzmantel angegriffen oder zerstört. Die Folge?

  • Die Haut wird durchlässiger für Keime
  • Sie kann austrocknen oder fettiger werden (weil sie den pH-Wert durch mehr Talgproduktion ausgleichen will)
  • Es kann zu Rötungen, Unreinheiten oder Ekzemen kommen – besonders bei sensibler oder vorgeschädigter Haut

Aber warum fühlt sich die Haut nach einem Basenbad so gut an?

Das fand ich persönlich immer eine sehr spannende Frage und sie begegnet mir bei meinen Kundenberatungen sehr oft. Deshalb möchte ich hier kurz darauf eingehen.
Ja – nach einem Basenbad fühlt sich die Haut oft:

  • weich
  • entspannt
  • geschmeidig
    …an. Aber: Das liegt nicht daran, dass es gesund ist, sondern:

👉 Der Effekt ist physikalisch und psychologisch, nicht unbedingt physiologisch.

  • Die Haut quillt leicht auf – das fühlt sich weich an
  • Der hohe pH-Wert löst abgestorbene Hautzellen (ähnlich wie ein Peeling)
  • Durch Osmose wird Feuchtigkeit aus tieferen Hautschichten nach außen gezogen – kurzfristig ein Gefühl von „durchfeuchtet“, langfristig eher austrocknend
  • Viele nehmen Basenbäder zur Entspannung – das Wohlgefühl kommt auch vom Wärmebad, der Zeit für sich selbst und der Ruhe

Mein persönlicher Hautcoach-Tipp:

Basenbäder dürfen mal sein – als kleine Wellness-Auszeit oder für kurze Anwendungen z. B. bei übermäßigem Schwitzen, Muskelverspannung oder zur Regeneration.

Aber für die tägliche Pflege und Reinigung lieber auf Produkte setzen, die hautneutral bis leicht sauer sind. Gerade bei empfindlicher, trockener oder reifer Haut ist der Schutz des Säureschutzmantels Gold wert 💛

Meine Hautcoach-Empfehlung für alle die Baden lieben:

Exkurs Meine Alternative und „Geheimtipp“ zum Baden: Totes Meersalz

Totes Meersalz stammt – wie der Name schon sagt – aus dem Toten Meer und ist reich an Mineralien, z. B.:

  • Magnesium: beruhigt die Haut, wirkt entzündungshemmend
  • Kalium: reguliert den Feuchtigkeitshaushalt
  • Calcium: stärkt die Hautbarriere
  • Brom: leicht antiallergisch, beruhigend auf das Nervensystem

Im Gegensatz zu herkömmlichem Speisesalz enthält Totes Meersalz kaum Natriumchlorid, dafür aber jede Menge dieser Spurenelemente, die für Haut & Körper super wertvoll sind.

✨ Tipp:
Wenn deine Haut danach spannt, nimm eine sanfte, Körpermilch – z. B. deine „Glorious Skin Body Cream von Relight Delight“ oder die „Metamorphose Body Cream Superb“ aus meinem Shop. Du kannst auch immer ein paar Tropfen Öl gleich mit ins Badewasser geben, z.B. die Relight Delight Quintessence oder das Relight Delight Körper- & Massageöl.

sauer ph wert

Fazit Basenbad vs. Totes Meersalzbad:

Basenbad vs Totes Meersalz

Meine Überzeugung: Hautpflege lieber „hautfreundlich“ statt basisch

Ich sag’s ganz direkt:
Basische Kosmetik als Alltagsroutine ist wie Zähneputzen mit Backpulver.
Kurz denkt man: „Cool, sauber!“ – aber langfristig leidet der Zahnschmelz… oder eben der Säureschutzmantel der Haut…

Welche Produkte sind pH-Killer – und warum merkt man’s nicht sofort?

Viele herkömmliche Pflegeprodukte – ob Shampoo, Duschgel oder Bodylotion – haben einen eher hohen pH-Wert, teilweise 8 oder sogar 9. Warum? Oft weil es billig ist, weil es schäumt, weil es sich gut „sauber“ anfühlt. Aber sauber ist nicht gleich hautfreundlich.

Und das Tückische: Du merkst’s nicht immer gleich. Deine Haut kann eine Weile kompensieren. Aber irgendwann rebelliert sie.

Wie sieht’s bei meiner Hautpflege aus?

In meinem Online-Shop achte ich sehr bewusst darauf, dass die Produkte nicht nur tolle Inhaltsstoffe haben, sondern auch in Sachen pH-Wert mit deiner Haut arbeiten – und nicht gegen sie.

Zum Beispiel:

  • Gesichtscremes und Körpercremes: sollten bei ca. 5 bis 5,5 liegen – so wie die natürliche Hautbarriere. Zu basisch? Haut wird trocken. Zu sauer? Kann reizen.
  • Shampoo und Duschgel: auch hier ist ein pH-Bereich von 4,5 bis 5,5 optimal – vor allem bei empfindlicher oder zu Neurodermitis neigender Haut.
  • Intimpflege (falls du dich das mal gefragt hast): liegt sogar noch etwas saurer. Dank der natürlichen Inhaltsstoffe bleibt der natürliche pH-Wert der Haut erhalten.

Deshalb findest du bei mir im Shop bewusst ausgewählte Pflegeprodukte, die diesen Rahmen respektieren – darunter z. B. die Pflegeprodukte von Relight Delight, MARíAS® Biokosmetik oder Hristina Cosmetics.

Basenbad, pH Wert

pH Wert Kosmetik

Und was ist mit DIYs und Naturkosmetik aus dem Netz?

Auch spannend: Viele selbstgemachte oder „naturnahe“ Produkte (wie z. B. Haarseifen, Seifenstücke fürs Gesicht oder DIY-Deos) sind alkalisch. Sie haben oft pH-Werte von 8 bis 10 – das kann für die Haut ein echter Balance-Akt sein. Deshalb wird oft eine „saure Rinse“ empfohlen, um den pH-Wert wieder zu senken. Klingt nach viel Aufwand? Ist es auch. Und nicht jede Haut macht das dauerhaft mit.

Eine Saure Rinse nach dem Shampoo braucht es bei den Produkten aus meinem Online Shop nicht. Deine Kopfhaut reguliert sich ganz natürlich.

Wie finde ich denn den pH-Wert meiner Produkte raus?

Tja, der Haken: Der pH-Wert wird auf Kosmetikprodukten leider selten angegeben. Du kannst beim Hersteller nachfragen (und wenn du bei mir kaufst, darfst du mich natürlich immer direkt ansprechen). Oder du testest selbst mit pH-Streifen – gibt’s in jeder Apotheke oder online.

Fazit: Hautpflege sollte im Einklang mit deiner Haut stehen – nicht dagegen anarbeiten

Der pH-Wert ist wie die unsichtbare Grundmelodie deiner Pflegeprodukte. Stimmt sie nicht, klingt alles irgendwann schräg – egal, wie teuer oder „natürlich“ das Produkt war.

Deshalb mein Tipp:
👉 Achte nicht nur auf schöne Etiketten und schlaue Werbesprüche, sondern auch auf das, was nicht sofort sichtbar ist.
👉 Und gönn deiner Haut Produkte, die sie wirklich versteht.

Wenn du Fragen hast oder dir unsicher bist, was zu dir passt – schreib mir! Ich bin deine persönliche Ansprechpartnerin und helfe dir gern weiter.

Mit einem pH-ausgeglichenen Lächeln,
Samira

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