Putzen, Waschen & Spülen ohne Chemie

Putzen, waschen, Spülen ohne Chemie

Was ein Thema… Bei Vielen nehme ich an nicht gerade das Lieblingsthema. Auch hierzu wurde ich schon so oft von meinen Kunden befragt.

Kunden, die aufgrund von Allergien und Hautproblemen, aus finanziellen oder aus ökologischen Gründen nicht mehr auf herkömmliche, i.d.R. für Mensch und Natur belastende und noch dazu meist sehr teure Produkte zurückgreifen wollten. Kunden, die schon sehr viel ausprobiert haben und irgendwie festgestellt haben, dass alles was nicht „Chemie“ ist, irgendwie nicht so richtig funktionieren wollte.

Im Folgenden möchte ich Euch gerne darüber berichten, wie aktuell meine Lösungen in Sachen Putzen, waschen und Spülen aussehen.

1. Waschmittel

Waschmittel war für mich lange Zeit ein sehr nervenaufreibendes Thema. Schockierend fand ich auch einen Bericht auf NDR, der deutlich aufgezeigt hat, wie die Tricks der Waschmittelindustrie aussehen. Füllstoffe, Mikroplastik und andere der Umwelt schädliche Inhaltsstoffe bis hin zu Mogelpackungen – alles die Regel.  
Falls Du mehr darüber wissen möchtest, habe ich Dir hier rechts den Bericht eingefügt. 

Mein Problem war lange: Was nützt es, wenn ich jetzt weiß, was ich nicht will, wenn ich nichts finde, das für meine Begriffe funktioniert? Mit gängigen Bio-Waschmitteln war ich nicht zufrieden. Entweder auch hier wegen der Inhaltsstoffe oder aber, weil meine Wäsche einfach nicht sauber wurde. Ich habe Waschnüsse ausprobiert und die grüne Waschkugel – ich war immer noch nicht happy. 

Womit wasche ich?

Aktuell mache ich tatsächlich mein Waschmittel selbst. Dabei verwende ich für 4 Liter Waschmittel meist folgende Zutaten:

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Die Zubereitung ist denkbar einfach. Gib das Wasser in einen großen Topf, gib Natron und Kernseife hinzu und lass alles unter rühren kurz aufkochen bis sich alles aufgelöst hat (Achtung: Es bildet sich jede Menge Schaum!). Danach lasse ich es abkühlen, rühre immer wieder um, gebe ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu und fülle es in Flaschen ab. Damit sich die Zutaten besser miteinander verbinden kannst Du alles auch noch 1-2 Mal aufkochen und rühren (mir persönlich ist das aber zu umständlich – ich schüttele einfach die Flaschen immer, bevor ich das Waschmittel verwende). 

Dieses Waschmittel ist ein Feinwaschmittel bzw. kann für alles verwendet werden. Stärkere Flecken müssen vorbehandelt werden. Das Rezept kann auch abgewandelt werden. So kannst Du z.B. statt Natron Waschsoda verwenden oder beides 50:50. Soda hat eine etwas bessere Waschkraft als Natron. Wichtig: Soda sollte nicht bei Wolle oder tierischen Fasern verwendet werden , da die Fasern dadurch aufquellen können. Auch wichtig: Natron bleicht die Kleidung nicht aus. Bei Soda gibt es unterschiedliche Aussagen. Ich selbst habe bisher noch keine Bleichwirkung von Soda feststellen können.

Zusatz fürs Weichspülerfach: Ich gebe bei jeder Waschladung einen „Schluss“ Essig (5 %igen) ins Weichspülerfach und nochmals ein paar Tropfen ätherische Öle. Essig im Weichspülerfach macht die Wäsche weicher, wirkt entkalkend und verhindert, dass Seifenrückstände (der Kernseife) in den Fasern zurück bleibt. 

Einfachen Haushaltsessig bekommst Du in jedem Supermarkt. Solltest Du jedoch gleich eine größere Menge kaufen wollen, kannst Du das hier bei Purux tun (Info: Purux führt 10%igen Essig – Haushaltsessig hat 5%. D.h. einfach dieselbe Menge vom Essig mit Wasser auffüllen, dann hast Du 5%igen Haushaltsessig).

Buchtipp: Wenn Dich das Thema Do It Yourself noch mehr interessiert, empfehle ich Dir das Buch „Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie“.

2. Kalklöser, Putzmittel & Mittel für Polster

Gerade in München haben wir extrem kalkhaltiges Wasser. Wasserkocher, Dusche und Armaturen behandle ich zum einen mit dem schon beschriebenen Haushaltsessig. Viel einfacher und günstiger geht es denke ich nicht. Einfach etwas Haushaltsessig mit Wasser in den Wasserkocher, aufkochen, nachspülen. Für das Bad habe ich 5%-igen Essig in eine Sprühflasche umgefüllt.

Im Nachgang besprühe ich die Flächen mit dem Produkt EM-Mikrorein der Firma EM-Chiemgau ein, um ein positives Milieu zu erzeugen. Lies dazu gerne „Ausflug: Infos zu Effektiven Mikroorganismen“ weiter unten.

EM-Mikrorein nutze ich auch im Putzwasser zum Boden oder sonstigen Flächen wischen, zum Besprühen von Couch und Matratzen (einfach einwirken lassen und nach 30min absaugen), zum Fenster und Spiegel putzen (wenn Schlieren entstehen wurde zu viel EM genommen) oder einfach für ein gutes Raumklima zum in die Luft sprühen. Für Letzteres kann auch EM-Blond verwendet werden. Dieses enthält keine Waschtenside (ich persönlich mag aber eher den Geruch von EM-Mikrorein).

  • Inhaltsstoffe EM-Mikrorein: Effektive Mikroorganismen, mit Waschnüssen und Alkohol aus regionalem Streuobst fermentiert und mit Biozitronengrasöl verfeinert.
  • EM-Mikrorein muss vor der Nutzung mit Wasser vermischt werden, z.B. in einer Sprühflasche.
  • stark verschmutzte Flächen sollten vor dem Wischen eingesprüht werden und einwirken können 
  • Basis Rezept Putzlösung: 1-3ml EM auf 0,5Liter Wasser (die angesetzte Putzlösung ist ca. 2 Tage stabil)

Ausflug: Infos zu Effektiven Mikroorganismen (EM)

Die effektiven Mikroorganismen von EM Chiemgau sind mir zum ersten Mal im Bereich der Nahrungsergänzung begegnet, als ich mich mit dem Thema Darmgesundheit auseinandergesetzt habe. Begeistert habe ich auf der Seite von EM-Chiemgau einen Artikel nach dem anderen gelesen und war vor allem fasziniert von der Art, mit Effektiven Mikroorganismen zu putzen. Das ist jetzt schon über 2 Jahre her und ich möchte EM nicht mehr missen.

Was ist EM? Wichtige Basics 

Unsere Erziehung hat uns beigebracht, dass Reinigung nur mit chemischen und antibakteriellen Produkten möglich ist. Ist es nicht steril so ist es nicht sauber. Wirklich? 

EM steht für „Effektive Mikroorganismen“. Mikroorganismen umgeben uns immer und überall. Innerhalb eines Milieus sind immer unterschiedliche Mikroorganismen vorhanden. Man unterscheidet zwischen folgenden Mikroorganismen, welche verschiedene Milieus herbeiführen können:

EM-CHIEMGAU

Was-ist-EM-Übersicht

Effektive Mikroorganismen (EM) stärken die Gruppe der Positiven Bakterien. 
Dadurch können aktiv positive Milieus erzeugt werden.

„Herkömmliches“ Reinigen vs. Reinigen mit EM

Bei herkömmlichem Reinigen geht es darum, Bakterien zu beseitigen. Desinfektionsmittel oder andere Putzmittel machen hier jedoch keinen Unterschied zwischen den positiven und den negativen Bakterien. Das bedeutet in meinem Verständnis, dass herkömmliches Putzmittel wie das Antibiotikum im Darm funktioniert: Bitte einmal alles platt machen. Das kann im absoluten Ernstfall wichtig und nützlich, sollte meines Erachtens jedoch nicht der Dauerzustand sein. Oder würdest du jede Woche beim putzen der Wohnung auch immer ein Antibiotikum innerlich für Deinen Körper einnehmen wollen? 
Dazu kommt, dass herkömmliche Putz- oder Waschmittel i.d.R. aggressive chemische Substanzen enthält, was weder gut für die Umwelt noch für den Körper ist. 
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass es letztlich ein unendlicher Kampf gegen die schlechten Bakterien ist, welche immer wieder (verstärkt) zurückkommen (siehe Schaubild rechts).

EM-Reiniger hinterlassen die Flächen nicht steril, sondern besiedeln sie mit einer Vielfalt an regenerativen dominanten Mikroben. Krankmachende Keime haben in solchen Milieus keinen Raum sich durchzusetzen. 
EM-Reiniger sind ökologisch absolut unbedenklich und ungiftig. Sie greifen Haut und Schleimhäute nicht an und hinterlassen ein gutes, regeneratives Wohlfühlklima auf allen Oberflächen. EM reduzieren bzw. eliminieren Gerüche, anstatt sie nur zu überdecken. Dazu wirken sie antistatisch und vermindern somit die Staubbildung (Hände hoch: wer von Euch hasst auch noch Staub wischen??? ;-)). Zudem halten sie den Abfluss frei und fördern die Abwasserklärung. Ein weiterer Pluspunkt: EM wirkt antioxidativ, was bedeutet, dass Oberflächen mit der Zeit immer glänzender werden. Sie können aber nicht nur tolle Oberflächen zaubern: auch Pflanzen freuen sich über EM! 

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Warum EM-Chiemgau?

Em-Chiemgau-Logo
  • sympathisches Familienunternehmen aus dem Chiemgau in Südostbayern (Regionalität)
  • seit 2018 Gemeinwohlökonomie zertifiziert (wichtige Werte: ökologische Nachhaltigkeit, Menschenwürde und Solidarität)
  • die Mikrobenmischung von EM-Chiemgau stammt aus Europa und ist gentechnisch nicht verändert 
  • EM-Chiemgau setzt sich aktiv gegen Gentechnik ein (Freie Bauern und Bürger AG) 
  • EM-Chiemgau ist im Humus-Förderprogramm Positerra und sorgt für eine positive Energiebilanz

3. Geschirrspülmittel

Hier habe ich eine Weile eine Do It Yourself Variante probiert. Ich habe das Verhältnis 1:1:1 Zitronensäure, Soda und Natron gemischt. Je kalkhaltiger das Wasser ist, desto mehr Zitronensäure kann verwendet werden. Von dieser Mischung braucht man ca 1-2 gehäufte Teelöffel pro Spülgang.

Das hat eigentlich ganz gut geklappt, außer das bei den schärferen Messern ein paar wenige Rostflecken drauf waren. Beim nächsten Versuch habe ich dann ein kleines bisschen Haushaltsessig und EM-Mikrorein ins Klarspülerfach. Und dieses Mal war es schon besser. Allerdings bin ich immer noch nicht 100% glücklich mit dieser Lösung. Man muss wohl etwas Geduld und Lust zum Testen mitbringen.

Meine Alternative bisher sind die Spülmaschinentabs der Firma Claro aus der Nähe von Salzburg in Österreich. Claro wirbt mit dem Slogan „Grün. Aber gründlich.“ Und das kann ich bisher nur bestätigen. Mit den Spülmachinentabs bin ich sehr zufrieden. In München habe ich die Produkte der Firma bisher nur noch beim Basic gefunden, für alle, die aus der Nähe sind und lieber vor Ort einkaufen wollen.

Habt Ihr Anregungen und Tipps zum Thema chemiefreies putzen? Natürlich finde ich auch alle Unverpacktläden super. Da werde ich bald auch einmal nach Geschirrspülmittel schauen. Vielleicht gibt es ja auch hier was Tolles und so spart man sich zudem noch komplett die Verpackung 🙂

Ich wünsche Euch viel Spaß beim putzen 😉
Eure Samira

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